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Ausblick: 8 Megatrends der Zukunft: Wachsen Mensch und Maschine zusammen? (Teil 1)

Ausblick: 8 Megatrends der Zukunft: Wachsen Mensch und Maschine zusammen? (Teil 1)

Blockchain, IoT, 5G, Cloud Computing, Augmented Reality – Diese Begriffe sind vielen bereits bekannt. Doch was genau versteckt sich dahinter und warum spricht die Business-Welt ständig darüber? Neue Technologien und Digitalisierung greifen bereits jetzt in alle Bereiche des Privat- und Wirtschaftslebens ein. Ein besonderes Augenmerk gilt der global ansteigenden Nutzung von Mobilgeräten und der zusammenhängenden Technologie. Um im Wettbewerb zu bleiben, müssen Unternehmen den neuen Arbeits- und Kommunikationsmaßnahmen anpassen.

Studien zu IT-Trends sind von Gartner bereits gut ausgearbeitet. Wir fassen die 8 Megatrends der Zukunft zusammen. (Teil 1)

1. Cloud Computing, Distributed Cloud, Cloud Native

Unternehmensdaten wandern immer stärker in die Cloud aus – und dieser Trend steigt rapide an. Unter Cloud-Computing wird die bedarfsabhängige Bereitstellung von IT-Ressourcen über das Internet zu nutzungsabhängigen Preisen verstanden (vgl. Amazon AWS). Unternehmen können anstatt physischen Rechenzentren und Servern im Unternehmen zu haben, über Cloud-Anbieter wie Microsoft Azure oder Amazon Web Services (AWS) auf Rechenleistung, Speicherplatz oder Datenbanken zugreifen. Aus dem privaten Bereich kennen dies bereits viele unter: z. B. Apples iCloud oder Google Drive. Was passiert hier genau? Dokumente, Fotos, Videos oder Kontakte werden nicht zentral auf dem iPhone oder Android-Gerät gespeichert, sondern liegen bei den Anbietern auf Servern. Zu den Vorteilen im Privatbereich zählt vor allem der unabhängige Zugriff von überall aus. Möchte ich meine geschossenen Fotos anschauen, kann ich dies über verschiedene Geräte tun, solang ich mich mit meinem Account einlogge.

Unabhängig von der Art, Größe oder Branche nutzen immer mehr Unternehmen die Cloud für verschiedene Anwendungsfälle. Dazu zählen z. B. Datensicherungen, E-Mails, virtuelle Desktops oder Webanwendungen wie Office 365. In der Wirtschaft sind somit Ressourcen flexibel und variabel entsprechend des individuellen Bedarfs eines Unternehmens abrufbar. Warum aber nehmen immer mehr Unternehmen solche Services in Anspruch und laufen der Gefahr kritische Unternehmensdaten auszulagern? Zum einen stellen immer mehr Anbieter (z.B. Microsoft mit Office 365 oder Adobe) Ihr Geschäftsmodell auf Pay-as-you-go Modelle um. Dadurch wird man fast schon gezwungen, um den Anschluss nicht zu verlieren. Zum anderen bieten solche Cloud-Modelle auch viele Vorteile: Unternehmen können Ihre IT-Kosten nachhaltig senken und haben immer neueste Technologien im Haus – ohne in spezielle Hardware investieren zu müssen. Cloud Computing lässt sich in viele weitere Unterkategorien unterteilen. Eine davon ist WaaS: Workplace as a Service. Als Beispiel nehmen wir hier unser eigenes Workplace as a Service Modell der Firma CosH: Über eine „Cloud-Plattform“ lassen sich komplette IT-Arbeitsplätze nach Bedarf konfigurieren und in einem Pay-as-you-go Modell zu festen monatlichen Kosten mieten.

2. Blockchain technology

In den Nachrichten liest man immer mehr über Kryptowährungen wie Bitcoin, Ethereum & Co. Dass hinter der Technologie des Bitcoins die sogenannte Blockchain steckt, wissen die wenigsten. Aber wie sehen echte Geschäftsmodelle auf Basis der Blockchain aus und wie „revolutionär“ ist das?

Exkurs Definition: Unter einer Blockchain versteht man einfach gesagt einen großen, transparenten und manipulationssicheren Datensatz, der auf tausenden Computern weltweit gespeichert ist. Entscheidend dabei ist, dass alle Datensätze in der Blockchain nicht mehr durch eine zentrale Instanz (z. B. eine Hausbank) verifiziert werden müssen, sondern einem dezentralen Kontrollmechanismus unterliegen, indem alle Teilnehmer die Korrektheit der Daten und Ereignisse bestätigen.
Die Blockchain ist aber weit mehr als nur die Technologie hinter der Kryptowährung Bitcoin. Laut dem Wirtschaftsforum (World Economic Forum, WEF) ist die Blockchain Technologie eine maßgebliche Lösung um die Weltwirtschaft voranzutreiben, indem sie verschiedene Ineffizienzen und mangelnde Transparenz in globalen Lieferketten beseitigt.

Ein Beispiel:
Lieferketten: In der Lebensmittelbranche ist die Herkunft von Gütern kaum nachverfolgbar. Auf den Verpackungen gibt es oft Hinweise auf Herkunftsländer oder Regionen – doch kann man das nachprüfen? Unserer Meinung nach sehr schwer. Verderbliche Lebensmittel können ab Hof bis zum Zeitpunkt, wenn der Verbraucher es im Supermarkt aus dem Regal nimmt, lückenlos nachverfolgt werden.
Derzeit wird die Technologie in Deutschland noch gerne in die nerdige IT-Ecke oder abstrakte Finanzwelt gesteckt. Zwar bestehen noch viele Unsicherheiten, Volatilitäten (im Finanzbereich) und technische Herausforderungen, aber die gesellschaftliche und organisatorische Wahrnehmung nimmt weltweit immer weiter zu.

3. Internet of Things (IoT)

Beim Internet der Dinge (Englisch: Internet of Things, IOT) bekommen Gegenstände eine Identität und können miteinander kommunizieren. Klingt futuristisch? Eigentlich ist es gar nicht mehr so weit entfernt. Bereits jetzt gibt es z. B. kleine Haushaltshelfer (Smart Home) die ohne Eingriff von außen Aufgaben erledigen können. Am bekanntesten sind hier beispielsweise Staubsaugerroboter, die durch das IoT Anwendungen automatisieren können.

Eine generelle Definition für IoT gibt es in der Literatur noch nicht. Im Allgemeinen wird der Begriff für die Vernetzung von Gegenständen des Alltags oder von Maschinen im industriellen Umfeld per Internet verwendet. Hier geht es hauptsächlich darum, Maschinen und Anlagen so miteinander zu verbinden, dass sich ganze Industrieprozesse automatisieren lassen. IIoT (Industrial Internet of Things) ist ein Bestandteil von sogenannten Industrie 4.0. Die technische Grundlage bilden das Internet und die Mikroprozessortechnik.

Viele Themengebiete und Megatrends sind stark miteinander verbunden. IoT wäre ohne Cloud-Computing (Absatz 1), 5G (Im nächsten Newsletter Teil 2) oder Künstlicher Intelligenz (Absatz 4) gar nicht möglich. Aus der Vielfalt von IoT-Technologien ergibt sich eine Vielzahl von Anwendungsbereichen. Wie bei allen Neuerungen und Revolutionen, erweitert auch das Internet of Things nicht nur Geschäftsbereiche, sondern erschafft nebenbei auch ganz neue. Eine der Bereiche, in denen IoT-Technologien bereits in der Praxis oft angewendet werden, ist die Logistik. Lieferketten und Logistikabläufe gestalten sich dank IoT immer leichter und effizienter. So können Fuhrparkmanager dank GPS-Tracking nachverfolgen, wann Lieferungen eintreffen und gezielt koordinieren. Bereits jetzt wird mit Hochdruck am autonomen Fahren von Autos geforscht. Branchenriesen wie Tesla oder Daimler verbauen bereits „Autopiloten“ in Ihren Fahrzeugen und vernetzen so ein Auto mit dem Anderen.

4. Künstliche Intelligenz (KI)

Ob man KI als Megatrend der Zukunft bezeichnen kann, ist fragwürdig. Denn künstliche Intelligenz ist längst in unserem Alltag angekommen. Oft ohne, dass wir es überhaupt bemerken. Sprachassistenten im Wohnzimmer, Suchmaschinen auf dem Laptop oder Fahrunterstützung im Auto – all diese Technologien basieren auf Künstlicher Intelligenz. Manche stehen solchen Anwendungen kritisch gegenüber und fürchten den Verlust von Arbeitsplätzen oder dass intelligente Maschinen den Mensch in Zukunft überflüssig machen oder gar bedrohen. Auf der anderen Seite bietet aber KI große Chancen für Wirtschaft und Gesellschaft.

So ist zu sehen, dass erstmals in der Geschichte der Menschheit sich die Beziehung zwischen Mensch und Maschine ändert und selbstlernende Systeme Entscheidungen unabhängig vom Mensch treffen. Mittlerweile sehen in der Gesellschaft mehr Deutsche KI als Chance. 62% der Deutschen stehen dem Thema positiv gegenüber und nur 35% sehen in KI eine Gefahr für die Gesellschaft. 2017 waren es noch 48 % bzw. 47 %.(Quelle)